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2
Jun
Der schlechteste Job der Welt
posted by Jan Denia

Sie erinnern sich noch an den besten Job der Welt? $ 10.000,00 Netto für einen Webcast aus Australien? Diese Meldung ging um die ganze Welt und brachte Publicity zu … mh.. zu einem damals wahrscheinlich dann sehr bekannten Unternehmen. Viele Nachahmer versuchten sich daran, doch – wie es eben so läuft – schlug der Rest fehl, weil es einfach nichts „Neues“ mehr war.

Nun preist NUMÉRO10, eine schweizer Kommunikationsagentur, den schlechtesten Job der Welt aus – als Videogewaltige Hommage an die damalige PR-Aktion. Ob es wirklich zur Bekanntheit der eh schon bekannten Agentur beiträgt weiß ich nicht, kann ich mir aber auch nicht denken. Im Endeffekt zählt wohl nur das gut gemachte Video und der nette Gedanke dahinter.

Sollten Sie also miserable Arbeitszeiten bevorzugen und auf menschenunwürdige Bezahlung stehen können Sie sich ja mal bewerben ;-)


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26
Mai
MisMarketing: Pampers schießt gegen Eltern
posted by Jan Denia

Wenn man diese Rubrik hier so nennen möchte stehen aktuell die Herren und Damen von Procter&Gamble an meinem Pranger. Diese sind nämlich gerade drauf und dran sich in ihrer Fan- und Kundengemeinschaft ihren guten Ruf zu versauen. Bei den ganzen aufkommenden Streitereien geht es um die neue WindelgenerationDry-Max“ und die Gefährdung der Babys durch gerade diese. Glaubt man den Vätern und Müttern soll Procter&Gamble gewusst haben, dass es bei der Nutzung dieser Windel zu Ausschlägen und Verätzungen kommen kann. Der Rückruf dieses Produktes wird gefordert – vollkommen verständlich. Bis hier hin ist so gesehen auch nichts falsch oder schlecht von P&G, nur hätte man dann nicht den Hammer auspacken sollen.

Die PR-Abteilung ließ verlauten, dass die Anschuldigungen „vollkommen falsch“ sein. Großes Kino. Besorgten Eltern das Gefühl zu geben, dass sie zum einen die Unwahrheit verbreiten und zum andern dem Unternehmen ihres Vertrauens das Wohl der eigenen Kinder sche**s egal ist. Hier hätte man nicht nur besonnener reagieren können, sondern müssen. Zuhören, Probleme klären und dann weitersehen, aber so führt das nur in meine Rubrik und zu noch wesentlich mehr Ärger.


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7
Mai
Miss Platzierung oder: schlecht platzierte Werbung
posted by Jan Denia

Werbeanzeigen oder -plakete folgen ja meist einem höheren Ziel, irgendein Statement zu setzen oder eine Botschaft herüberzubringen. Experten setzten sich zusammen, reden sich die Köpfe heiß, diskutieren, wägen ab, ändern Farben, Winkel Kommas oder Schriftgrößen und im Endeffekt.. ja, im Endeffekt kann dann doch alles ganz anders laufen.

So schwingt doch ein äußerst unbehagliches Gefühl mit, sieht man E.on neben einem Zeitungsartikel über die Greueltaten des dritten Reiches für Gas werben. Auf anderen Seiten „freut“ sich ein Restaurant über einen unnötig ausgegebenen Werbeetat, wenn die eigene Reklame neben der Meldung von 250 erkrankten Gästen (des selben Lokals) steht.

Andere Beispiele für das verfremden von Werbebotschaften finden Sie hier.


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21
Apr
Apple-Ingenieur verliert iPhone 4G-Prototyp in deutscher Bar
posted by Jan Denia

Marketing-Gag oder Sicherheitspanne? Die Wahrheit wird man wohl nie erfahren.

Worum geht’s? Der Apple-Ingenieur Gray Powell, 27 Jahre, ließ einen Prototypen des im Juni erscheinenden iPhone 4Gs nach einer nächtlichen Zecherei in einer deutschen Bar in Silicion Valley liegen. Nicht gesucht und doch gefunden verkaufte es der findige Finder kurzer Hand an die Technikprofis von Gizmondo, welche es fix auseinandernahmen und analysierten. Rund ein dutzend Neuerungen ließen sich an diesem Prototypen bereits ausmachen.

Apple reagierte auf die ganze Situation, meiner Meinung nach, äußerst ruhig. Sie schrieben die Redakteure von Gizmondo mit der Bitte um Rückgabe des Geräts an, beließen es dabei und über einen Rauswurf des Pechvogels ist mittlerweile auch noch nichts bekannt geworden. Ob es nun wirklich Pech war oder geschickt eingefädelt sei nun wie gesagt dahingestellt, was sich jedoch sagen lässt, Apple ist mal wieder in aller Munde.


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21
Apr
Zeitnahes Marketing: Sixt wirbt mit viel Asche
posted by Jan Denia

Wie man es von Sixt ja schon gewohnt ist, reagieren sie auch dieses Mal wieder prompt auf aktuelle Ereignisse des Weltgeschehens in ihren Marketingbotschaften. Zuletzt bei der Dienstwagen-Affäre um Ulla Schmidt und den Pilotenstreik der Lufthansa wurde nun der Vulkanausbruch auf Island als Basis einer neuen Marketingkampagne.

Als neuer Slogan prangert nun „Gehen Sie nicht in die Luft wegen so viel Asche! Mieten Sie für weniger bei Sixt“ über dem CD-gefärbten Bild eines aschespuckenden Vulkans. Nicht nur auf Deutschland beschränkt wird diese Werbung in weiteren Teilen Europas eingesetzt. In England zum Beispiel wirbt Sixt mit „There’s no need for big eruptions! Why get stressed? Rent from Sixt instead.”

Na dann mal wieder Glückwunsch Sixt, spontan und witzig reagiert! Ihr habt es einfach drauf… Respekt!

Sixt-Werbekampagne mit Vulkanausbruch in Island

Bildquelle: Ork, by horizont.net


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20
Apr
1&1 als Running-Gag auf Youtube
posted by Jan Denia

Wer kennt ihn nicht, den 1&1-Spot mit Marcell Davis ? Seien wir mal ehrlich, eigentlich ist der Originalspot an sich schon ein Klassiker. Findige Youtube-Akrobaten haben sich es nun zur Aufgabe gemacht, eigene Versionen des Imagespots zu kreieren und ins Netz zu stellen. Der Süddeutschen zufolge reagiert 1&1 bisher äußerst gelassen auf diese Entwicklung. Zwar wird angemahnt, dass viele dieser Spots das Urheberrecht verletzten, doch reagiert das Unternehmen darauf äußert gelassen. Ganz im Gegenteil sagt der Zufriedenheits-Beauftragte von 1&1 sogar, dass sie sich darüber freuen, dass sich die Leute mit der Kampagne beschäftigen – es wird sogar überlegt das beste Fake-Video zu küren.

Jetzt heißt es warten, der nächste Werbefilm ist nämlich bereits im Kasten. In der Zwischenzeit vergnügen wir uns einfach mit den Fake-Videos, die zu Dutzenden auf Youtube zu finden sind.


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19
Apr
Fan-Werbung: Wenn das Produkt begeistert, aber das Marketing nicht
posted by Sascha Schnitzer

Für ein Unternehmen ist es natürlich äußerst schmeichelhaft, wenn das eigene Produkt so sehr überzeugt, dass sich die Fan-Gemeinde dazu verpflichtet fühlt, es eigenständig zu bewerben. Für die Marketing-Abteilung hingegen ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn solche Hobby-Spots mehr Aufmerksamkeit erregen, als die eigenen.

So ist zum Beispiel der Amateur-Werbespot von Heiko Thies, in dem er dem Zuschauer das palm OS schmackhaft machen möchte, wesentlich ansprechender, als Palms surreale Versuche, eine mühelose Bedienung zu suggerieren. Hier die beiden Werbespots im direkten Vergleich.

Palms Werbespot mit der kanadischen Schauspielerin Tamara Hope mutet mit chilliger Musik und inhaltsloser Lebensphilosophie fast schon dadaistisch an. Das projizierte Image von Eleganz und Positivität wird dadurch so sehr verzerrt, dass man sich nicht sicher sein kann, ob noch irgendwo ein ironischer Twist lauert.

Der Fan-Werbespot punktet im Gegenzug vor allem mit seiner bildlichen Metapher und griffigen Slogans. Trotz Wackelkamera schafft Thies es, durch die dezent gewählte Farbtemperatur einen Hauch von Eleganz zu transportieren. Einmal mehr ist dies der Beweis, dass es kein großes Budget braucht, um gediegene Werbung zu produzieren.


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16
Apr
Werbung, die nach hinten losgehen kann: Wenn man den Kunden zum Affen macht
posted by Sascha Schnitzer

Der PC wird für viele immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Um aber auch solch technophobe Nutzer als Kunden zu gewinnen, versucht Grafikkarten-Hersteller ATI nun, mit einem Werbespot zu vermitteln, wie einfach ein solcher Zubehörteile-Einbau doch sein kann. Zwar sind Tiere meist gute Werbeträger, aber wenn man sie bewusst als exemplarisches Beispiel der Dummheit auswählt und sie anschließend dennoch mit dem Kunden gleichstellt, dann ist das doch eher ein Griff in die Keramikschüssel.

Doch nicht nur wird der Kunde als dumm hingestellt – nein, er wird auch noch für dumm verkauft. Dass der Produktionsvorgang nicht ohne Tricks abgelaufen sein wird, kann sich jeder Medienschaffende denken. Aber auch aufmerksame Kunden werden schnell auf den Trichter kommen, dass nicht einmal das ach so clevere Äffchen mit PCI-Slots etwas anzufangen weiß. Rätselfrage: Entdecken sie den Fehler in den folgenden zwei Bildern?

ati-affe1

ati-affe2

Merke: Der CGI-Abteilung immer einen Referenz-Affen zukommen lassen. Es findet sich stets eine Verwendung für ihn.


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14
Apr
Werbung mit Seitenhieben: Sony macht sich über Microsoft und Nintendo lustig
posted by Sascha Schnitzer

Der aktuelle Trend in der Videospiel-Branche ist Bewegungssteuerung. Nachdem Nintendo bereits vor Jahren Pionierarbeit mit der Wii leistete und damit große Erfolge feierte, wollen nun auch Microsoft und Sony nachziehen. Während Microsoft mit dem „Project Natal“ auf eine Controller-lose Bedienung per Körperbewegungen vor einer Kamera setzt, behält Sonys „Playstation Move“ den Controller bei und versieht ihn mit einem Referenzpunkt. Dies hat den Vorteil, dass die Knöpfe am Controller als Bedienelemente zusätzlich zur Körperbewegung erhalten bleiben.

Dennoch liegt Sony im Kampf um die bewegungsfreudigen Käufer zurück und holt sich nun den Komiker Kevin Butler ins Boot, um Land wett zu machen. In dem nun veröffentlichten Spot mockiert er als aus der Zukunft kommender „Vizepräsident von realistischen Bewegungen“ Microsofts und Nintendos Steuerungsmöglichkeiten, stellt sie als kindisch und halbgar dar. Doch all sein dargebotener Witz kann eine ironische Tatsache nicht verschleiern: Sonys neuer Controller sieht selbst eher aus wie ein Dauerlutscher. Also immer zuerst an die eigene Nase fassen, um zu überprüfen, ob man sich mit solchen Aussagen nicht selbst blamiert.


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31
Mrz
Social Media als Unterlassungsdelikt: Zwei Männer wegen Nicht-Twitterns verhaftet
posted by Sascha Schnitzer

Davon, dass Leute sich durch das Veröffentlichen von Informationen über soziale Medien strafbar gemacht haben, hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Doch auch das Gegenteil kann schwere Folgen haben: In Amerika wurden inzwischen bereits zwei Männer verhaftet, weil sie nicht getwittert haben.

Der Hintergrund: Bei den beiden Männern handelt es sich um Scott Braun, den Manager des Teenie-Pop-Stars Justin Bieber, und James Roppo, den Vize-Präsidenten der zuständigen Plattenfirma Island Def Jam Records. Letzten November war in einem Einkaufszentrum in New York ein PR-Auftritt zur Veröffentlichung von Biebers Debut-Album geplant. Der Ansturm war riesig – so sehr, dass die Polizei eine Gefährdung der Menschenmenge durch den zu großen Andrang als gegeben erachtete. Dem Künstler wurde der Zugang zum Gebäude verwehrt, während die Polizei vergeblich versuchte, die Menschenmenge zu zerstreuen.

Zu diesem Zweck wendete sie sich auch an das Label, das über einen Tweet bekannt geben sollte, dass der Event nicht stattfinden würde. Die Plattenfirma reagierte jedoch nicht, weshalb die beiden Männer nun wegen „vorsätzlicher Gefährdung“ zur Verantwortung gezogen werden. Fünf Personen wurden in dem Gedränge verletzt.

justin-bieber-crowd, by Kerosene Photography, Flickr

Bildquelle: by Kerosene Photography, Flickr


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